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Automatisierung1. Juli 20268 Min. Lesezeit

Make.com vs. n8n vs. Zapier: Welche Automatisierungsplattform für KMU?

Der ehrliche Vergleich der drei führenden Automatisierungsplattformen für Schweizer KMU – Kosten, Datenschutz, Skalierbarkeit und ein klares Entscheidungs-Framework.

Make.com vs. n8n vs. Zapier: Welche Plattform passt zu Ihrem KMU?

Wer Prozesse automatisieren will, steht schnell vor der Plattformfrage. Zapier, Make.com und n8n sind die drei führenden Optionen für Schweizer KMU – aber sie unterscheiden sich in Kosten, Datenschutz und Flexibilität erheblich. Dieser Vergleich liefert ein klares Entscheidungs-Framework, statt eine Plattform pauschal zu empfehlen.

Die drei Plattformen im Überblick

Zapier – der Pionier. Einfachste Bedienung, grösste App-Bibliothek (7'000+ Integrationen), rein cloudbasiert. Ideal für einfache "wenn X, dann Y"-Automatisierungen. Preismodell nach Anzahl "Tasks", das bei Volumen schnell teuer wird. Datenhaltung in den USA.

Make.com (früher Integromat) – der visuelle Allrounder. Sehr leistungsfähiger visueller Editor mit Verzweigungen, Schleifen und Datenverarbeitung. Günstiger pro Operation als Zapier, mehr Flexibilität bei komplexeren Abläufen. Cloudbasiert, EU-Rechenzentren verfügbar. Steilere Lernkurve als Zapier.

n8n – die Open-Source-Kraft. Selbst hostbar (auf Schweizer VPS oder on-premise), damit die datenschutzfreundlichste Option. Volle Kontrolle, keine Task-Limits, sehr flexibel bis hin zu eigenem Code. Erfordert technisches Setup, dafür keine nutzungsabhängigen Lizenzkosten. logixc empfiehlt n8n als erste Wahl für datenschutzkritische und wachsende KMU.

Kostenvergleich (Grössenordnung)

  • Zapier: ab ~CHF 20/Monat, steigt stark mit Task-Volumen; bei intensiver Nutzung schnell CHF 100–300+/Monat.
  • Make.com: günstiger pro Operation; typisch CHF 10–100/Monat je nach Volumen.
  • n8n: Cloud-Variante ab ~CHF 20/Monat; selbst gehostet praktisch nur die Serverkosten (CHF 10–30/Monat) – unabhängig vom Volumen.

Faustregel: Je höher das Volumen und je länger der Zeithorizont, desto klarer der Kostenvorteil von selbst gehostetem n8n.

Datenschutz: der entscheidende Schweizer Faktor

Für Schweizer KMU mit Personendaten ist die Datenhaltung oft ausschlaggebend:

  • Zapier: US-Datenhaltung – für sensible Personendaten kritisch zu prüfen.
  • Make.com: EU-Rechenzentren verfügbar – deutlich besser für DSGVO/revDSG.
  • n8n selbst gehostet: Daten bleiben auf Ihrem Schweizer/EU-Server oder on-premise – die datenschutzfreundlichste Lösung.

Bei Verarbeitung von Personendaten braucht es zudem für alle Dritt-APIs (inkl. LLMs) einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA).

Das Entscheidungs-Framework für KMU

Wählen Sie Zapier, wenn:

  • Sie schnell und ohne technisches Know-how starten wollen
  • die Automatisierungen einfach sind (1–2 Schritte)
  • das Volumen gering bleibt und keine sensiblen Personendaten fliessen

Wählen Sie Make.com, wenn:

  • Sie komplexere Abläufe mit Verzweigungen und Datenverarbeitung brauchen
  • Sie ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als Zapier suchen
  • EU-Datenhaltung genügt und Sie keinen Server betreiben wollen

Wählen Sie n8n, wenn:

  • Datenschutz und Datenlokalität Priorität haben (Personendaten, regulierte Branchen)
  • Sie hohes oder wachsendes Volumen erwarten und Task-Limits vermeiden wollen
  • Sie maximale Flexibilität und langfristig tiefe Betriebskosten wollen

Der pragmatische Mittelweg

Viele KMU starten mit Make.com oder Zapier für erste, einfache Automatisierungen und wechseln bei Wachstum oder steigenden Datenschutzanforderungen zu selbst gehostetem n8n. Das ist ein völlig valider Weg – wichtig ist nur, die Migrationskosten mitzudenken, wenn absehbar viel Volumen entsteht.

Was oft übersehen wird

  • Wartung: Jede Plattform braucht Pflege, wenn sich verbundene Systeme ändern. Selbst gehostetes n8n verlangt zusätzlich Server-Updates.
  • Lock-in: Zapier- und Make-Workflows lassen sich nicht 1:1 exportieren; n8n-Workflows sind portabel (JSON).
  • LLM-Integration: Alle drei können LLM-APIs einbinden – die Qualität der Prompts und der Datenfluss entscheiden über das Ergebnis, nicht die Plattform allein.

ROI-Perspektive

Unabhängig von der Plattform: Der grösste Kostenblock ist selten die Lizenz, sondern die eingesparte Arbeitszeit. Bei Vollkosten von CHF 45–65 pro Arbeitsstunde amortisiert sich fast jede sinnvolle Automatisierung in wenigen Monaten – selbst mit der teuersten Plattform. Die Plattformwahl optimiert die Betriebskosten und den Datenschutz, nicht das Grundprinzip des ROI.

FAQ

Kann ich später die Plattform wechseln?

Ja, aber mit Aufwand. Deshalb lohnt es sich, bei absehbarem Wachstum oder Datenschutzbedarf gleich n8n zu evaluieren.

Welche Plattform empfiehlt logixc am häufigsten?

Für datenschutzkritische und wachsende KMU selbst gehostetes n8n. Für schnelle, einfache Einstiege ist Make.com häufig der beste Kompromiss.

Brauche ich für n8n einen eigenen Server?

Für die selbst gehostete Variante ja – logixc übernimmt Einrichtung und Betrieb auf Wunsch. Alternativ gibt es n8n auch als Cloud-Dienst.

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